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© Fiedels – Fotolia.com

360-Grad Bilder und Videos sind eine neue Entwicklung, die in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung – vor allem im kommerziellen Sektor – findet.

Aber auch für den Privatmann werden 360-Grad-Kameras für die Foto- und Videoaufnahme so langsam erschwinglich.

360-Grad Panorama- oder Gebäude-Aufnahmen sind beeindruckend und stellen herkömmliche Fotoaufnahmen weit in den Schatten.

Youtube hat seit Juli 2015 das Pendant zu den Bildern in Sachen Videos entdeckt: nämlich die 360-Grad-Videos.

Mit einer VR-Brille betrachet, entfalten diese Videos ein fast beschreibliches virtuelles Erlebnis.

Einige Stimmen munkeln sogar, dass im Jahr 2016 die Virtual Reality endgültig ihren Durchbruch erlangen wird.

Auf 360 Grad Kamera Guide stellen wir Fakten, Wissenswertes sowie Produkte zu dieser neuen faszinierenden Technologie zusammen.

 

Was sind 360-Grad-Bilder?

360-Grad-Bilder haben einen Betrachtungswinkel von 360 Grad, und zwar in jeder beliebigen Himmelsrichtung. Diese Bilder können auf Webseiten durch geeignete Viewer wie Panorado oder ImmerVersion interaktiv betrachtet werden.

Mit dem Maus-Zeiger kann man durch „Ziehen“ innerhalb des Bildes in verschiedene Richtungen navigieren. Mit dem Maus-Rad lässt sich das Bild zoomen.

360-Grad-Bilder bestehen rein technisch aus vielen verschiedenen Einzelbildern, die in verschiedenen Richtungen mit einem bestimmten Winkel aufgenommen wurden.

Man kann diese vielen Einzelbilder auch durch eine spezielle Technik („Stiching“) zu einem einzigen großen Bild zusammenfügen.

Google Street View ist der  prominenteste Vertreter, der 360-Grad-Bilder nutzt.. Die Bilder werden mit Spezialfahrzeugen aufgenommen, die acht Kameras für den 360-Grad-Blick installiert haben. Mittels Google Street View kann man interaktiv Strassen begehen und erhält auf die Umgebung eine 360-Grad-Ansicht.

Panoramabilder

Panoramabilder sind Bilder mit einem großen Blickwinkel. Im Idealfall beträgt der Betrachtungswinkel 360°. Man spricht in diesem Fall auch von sogenannten Rundbild.

 

Was sind 360-Grad-Videos?

360-Grad-Videos gehen noch einen Schritt weiter als 360-Grad-Bilder.

Diese Videos werden in alle verschiedenen Richtungen aufgenommen. Dadurch kann man als Zuschauer den Film aus jeder beliebigen Perspektive anschauen.

Durch die 360-Grand-Rundumsicht wird dem Zuschauer der Eindruck vermittelt, dass er sich mitten im Geschehen befindet.

Um dieses besondere 360-Grad-Erlebnis zu genießen, wird die geeignete Software bzw. Medien benötigt. Darauf wird im nächsten Abschnitt genauer eingegangen.

 

Wie kann man 360-Grad-Videos anschauen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, 360-Grad-Videos anzuschauen.

Browser

Die neuesten Versionen der gängigen Browser, das heißt Chrome, Opera, Firefox sowie Internet Explorer, unterstützen die Wiedergabe von 36o-Grad-Videos.

Die Navigation innerhalb des Videos in verschiedene Richtungen erfolgt dabei mit der Maus.

Smartphone- und Tablett-App

Dazu muss die aktuellste Youtube-App Version für Android oder iOS auf dem Smartphone oder Tablett installiert sein.

Die Richtungsänderung erfolgt bei der App, indem man das Smartphone schlicht und einfach in die entsprechende Richtung bewegt.

Virtual-Reality-Brillen

Eine VR-Brille besteht aus 2 Linsen, eine für das linke und rechte Auge. Eine Software in der Brille sorgt dafür, dass das Bild für das linke und rechte Auge geteilt und anschließend gekrümmt. Die Dinge aus dem Video erscheinen dem Betrachter dadurch überdurchschnittlich groß. Es ensteht eine Art dreidimensionale Atmosphäre bzw. Erlebnisempfinden.

Wurde das Video in der 360-Grad-Technik aufgenommen, so kann man den Film dirigieren, durch eine entsprechende Kopfbewegung in die gewünschte Richtung.

Mehr Details zum Betrachten von 360-Grad-Videos finden sich in diesem Artikel.

360-Grad-Kamera Typen

Für welche 360-Grad-Kamera man sich entscheidet hängt vom Einsatzgebiet und von den qualitativen Ansprüchen an die Aufnahme ab.

Zur Zeit gibt es nur wenige Anbieter und Produkte für 360-Grad-Kameras auf dem Markt. Dies dürfte sich aber in den nächsten Monaten ändern, da einige Hersteller Ankündigungen für das Jahr 2016 gemacht haben.

Einige Kameras sind zwar schon in den Online-Shops ersichtlich, können derzeit aber nur vorbestellt werden.

Smartphone

360-Grad-Foto Aufnahmen lassen sich mittels Smartphone über den „internen“ Panorama-Modus aufnehmen. Darüber hinaus sind auch spezialisierter  – meist kostenpflichtige – Apps erhältlich, die umfangreichere Funktionen anbieten.

Smartphones weisen in der Regel nur eine einzige Linse auf. Deshalb muss man sich um 360 Grad, wenn man ein 360-Grad Panorama-Bild aufnehmen möchte. Hierbei müssen einige Dinge beachtet werden. Das Smartphone sollte sich bei der Drehung auf genau einem fixen Radius befinden. Der Aufnahmewinkel sollte möglich konstant gehalten werden.

Inwieweit aber das Aufnehmen mit dem Smartphone praktisch und einfach ist und die Aufnahmen realistisch erscheinen, sei mal dahin gestellt.

Sport- und Action-Aufnahmen

Wer während einer sportlichen Aktivität wie Surfen oder Mountain-Biking sein Umfeld mit der Videokamera filmen möchte, benötigt besondere Anforderung an eine Action-Cam.

Um die starken physischen Belastungen auszuhalten, muss sie besonders robust und stoßfest sein. Außerdem sollte sie nicht zu groß und zu schwer sein. Für Außenaufnahmen mit Wasserkontakt gibt es einige Modell, zudem wasserdicht sind.

Zusätzlich zu einer „gewöhnlichen“ Action-Kamera müssen 360-Grad Action-Kameras noch über eine technische Architektur verfügen um eine (nahezu) 360-Grad-Aufnahme zu ermöglichen. Beim Google JUMP System wird über einen ringförmige Halterung mehrere Kameras bzw. Linsen zusammengeschlossen. Die 360Fly ist da etwas einfacher gestrickt. Sie arbeitet mit einer einzigen Linse in einem kompakten kugelförmigen Gehäuse.

Drohnen-Aufnahmen

Wenn man eine oder mehrere 360-Grad Action-Kameras an einer Drohne geeignet festmacht und synchronisiert, dann lassen sich beeindruckende Aufnahmen aus der Luft aufnehmen.

Hierfür werden spezielle Halterung für die Videokameras sowie eine spezielle Software für das Zusammenfügen der Aufnahmen aus den verschiedenen Kameras benötigt.

Fun- und Hobby-Aufnahmen

Man kann für 360-Grad Kameras eine Menge Geld ausgeben. Je besser die Aufnahmen und Auflösungen sein sollen, desto tiefer muss man in die Tasche greifen.

Wer „nur“ Aufnahmen für den persönlichen Gebrauch machen möchte, muss zwar qualitative Abstriche hinnehmen, allerdings bekommt er schon für wenige hunderte Euro eine dennoch akzeptable Kamera.

Diese Kameras sind so konstruiert, dass sie bequem und einfach über die Hand bedient werden können. Viele Modelle weisen daher eine längliche stabförmige Form auf.

Profi-Aufnahmen

Professionelle Aufnahme-Systeme bzw. -Kosten für 360-Grad High-Tech Produktionen liegen im fünf- bis sechsstelligen Bereich.

Kriterien und Faktoren beim Kauf

Beim Kauf einer 360-Grad Videokamera müssen diverse Punkte beachtet werden:

  • Bild-Auflösung
  • Empfindlichkeit
  • Belichtungszeit Foto/Video
  • Aufnahmewinkel: 360 Grad versus Weitwinkel
  • Aufnahme-Funktionen
  • Größe interner Speicher
  • Akkuleistung
  • Anschlüsse
  • Bedienung
  • Einsatzmöglichkeiten

 

Einsatzgebiete von 360-Grad Aufnahmen

360-Grad-Aufnahmen durchdringen immer stärker den kommerziellen Bereich. Es finden sich sehr viele Einsatzgebiete, die einen Mehrwert für den Kunden liefern:

  • Panoramaufnahmen
  • Aufnahmen von Gebäuden
  • Stadtführungen – Virtuelle Rundgänge
  • Google Street View
  • Erotik-Industrie
  • Gebäudeüberwachung
  • Virtuell Reality
  • Youtube (seit Juli 2015)

Aber auch für den privaten Gebrauch sind 360-Grad-Aufnahmen von Interesse. Hier stehen vor allem der Fun-und Ästhetik-Aspekt im Vordergrund. Natürlich spielt auch eine Rolle, dass man sich mit solchen Aufnahmen etwas von der Masse abhebt.